Hitzewelle auf La Palma: viele Wanderwege gesperrt

Blick über die bewaldete Caldera de Taburiente auf La Palma bei sommerlicher Hitze und Waldbrandgefahr

Eine Hitzewelle hält La Palma und die gesamten Kanaren fest im Griff — und der Cabildo hat aus Sicherheitsgründen einen Großteil des Wanderwegenetzes gesperrt. Seit Ende Juli warnt der spanische Wetterdienst AEMET vor außergewöhnlich hohen Temperaturen und extremer Waldbrandgefahr. Für Urlauberinnen und Urlauber heißt das vor allem eins: Wer wandern möchte, sollte vorher unbedingt den aktuellen Status prüfen. Denn viele beliebte Routen sind derzeit nicht begehbar.

Wichtig: Auf ganz La Palma gilt die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe. Offenes Feuer, Grillen und Rauchen in der Natur sind tabu, zahlreiche Wanderwege und Erholungsgebiete sind gesperrt. Prüfe vor jeder Tour den aktuellen Wegestatus — und melde Rauch oder Feuer sofort unter der Notrufnummer 112.

Die Hitzewelle im Überblick

Der spanische Wetterdienst AEMET rief die Hitzewelle (span. ola de calor) für die Kanaren offiziell zum 29. Juli aus und hob die Warnung später auf die höchste Stufe an. Auf La Palma klettern die Temperaturen in den Mittellagen und Tälern auf 35 bis 37 Grad; auf den Südhängen einzelner Inseln werden sogar Werte um 40 Grad gemessen. Auch die Nächte bleiben mit teils über 25 Grad ungewöhnlich warm.

Entscheidend für die Wanderwege ist aber weniger die reine Hitze als die Kombination aus Trockenheit, niedriger Luftfeuchtigkeit und Wind aus südlicher Richtung. Genau diese Mischung treibt das Waldbrandrisiko auf „extrem“ — die höchste Stufe, die die Behörden kennen.

Diese Wanderwege sind gesperrt

Der Cabildo de La Palma — die Inselregierung — hat als Vorsichtsmaßnahme einen Großteil des Inselwegenetzes (Red Insular de Senderos) sowie die Erholungs- und Grillplätze geschlossen. Begehbar bleiben nur einzelne Abschnitte, darunter:

  • der Fernwanderweg GR 130 (Camino de la Costa und Medianías) — ausgenommen der Abschnitt oberhalb der LP-2 zwischen El Charco und Montes de Luna
  • einzelne Kurzrouten wie PR LP-1 (Puerto de Tazacorte–Pino de la Virgen), PR LP-2 (Ruta de Los Molinos), PR LP-5, PR LP-9.2 (La Caldera del Agua) und PR LP-13

Welche Wege offen sind, kann sich täglich ändern: Sobald die Gefahr sinkt, hebt der Cabildo die Sperrungen schrittweise wieder auf. Verlasse dich deshalb nicht auf ältere Angaben, sondern prüfe den Status kurz vor dem Start.

Was bedeutet das für Reisende?

  • Wegestatus prüfen — vor jeder Wanderung den aktuellen Stand checken: Wanderweg-Status. Gesperrt heißt gesperrt; die Bußgelder sind hoch, wichtiger ist aber die eigene Sicherheit.
  • Kein Feuer, kein Funke — Zigaretten, Grill und offenes Feuer sind in der Natur verboten. Rauch oder Flammen sofort unter 112 melden.
  • Früh starten, viel trinken — erlaubte Touren am besten in den kühlen Morgenstunden gehen, die Mittagshitze meiden und genügend Wasser mitnehmen. Aktuelle Werte im Wetter-Tool.
  • Alternativen bei Sperrung — Küste, Strände und Aussichtspunkte per Auto sind gute Optionen. Ideen für den Tag liefert Heute am besten.
  • Etwas Geduld — ab Dienstag, 4. August, soll die extreme Phase nachlassen. Heiß und trocken bleibt der August trotzdem, und die Waldbrandlage kann sich rasch wieder verschärfen.

Hintergrund zur allgemeinen Lage über den Sommer findest du in unserem Überblick zur Waldbrand-Vorwarnstufe auf La Palma.

Quellen

  • AEMET — offizielle Wetter- und Hitzewarnungen für die Kanaren
  • Cabildo de La Palma — Vorsichtsmaßnahmen bei maximaler Waldbrandgefahr
  • El Time — Cabildo schließt Erholungsgebiete und Teile des Wegenetzes
  • Diario de Avisos — Verlauf und Ende der Hitzewelle auf den Kanaren
  • El Apurón — AEMET-Sonderwarnung für La Palmas Mittellagen

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