La Palma befindet sich seit dem 1. Juni 2026 in der Waldbrand-Vorwarnstufe (Prealerta) – und das voraussichtlich den ganzen Sommer über. Für Urlauberinnen und Urlauber heißt das konkret: Es gilt ein striktes Feuer- und Brennverbot in der Natur, das jede Wanderung, jedes Picknick und jeden Aufenthalt in Wald- und Berggebieten betrifft. Wer die wenigen einfachen Regeln kennt, reist entspannt – und hilft mit, die einzigartige Landschaft der Insel zu schützen.
Was die Vorwarnstufe bedeutet
Die Regierung der Kanaren hat zum Beginn des meteorologischen Sommers den Sonderplan INFOCA aktiviert und ab 00:00 Uhr am Montag, den 1. Juni, die Vorwarnstufe wegen Waldbrandgefahr ausgerufen – für La Palma sowie für La Gomera, El Hierro, Teneriffa und Gran Canaria. Grundlage ist das per Dekret festgelegte „Zeitfenster hoher Brandgefahr“, das mindestens bis zum 30. September andauert. In dieser Phase steigt das Risiko durch Hitze, Trockenheit und Wind deutlich an.
Auf La Palma wird die Saison besonders ernst genommen. Das Cabildo (die Inselregierung) hat die Brandschutzkampagne mit mehr Personal, zusätzlicher Technik und nächtlichen Einsatzkräften verstärkt, um auf jeden Entstehungsbrand schnell reagieren zu können. Die Feuerwehr der Insel hat in den vergangenen Wochen bereits mehrere kleine Entstehungsbrände (sogenannte „conatos“) gemeldet und ruft ausdrücklich zu maximaler Vorsicht auf.
Diese Regeln gelten jetzt für alle
- Totales Brennverbot: Sämtliche Verbrennungen (Garten- und Forstarbeiten, „quemas“) sind ab dem 1. Juni bis zum Ende der Kampagne – voraussichtlich Oktober – ausgesetzt.
- Kein offenes Feuer in der Natur: Lagerfeuer, Gaskocher und das Grillen außerhalb fest ausgewiesener, geöffneter Plätze sind in Wald- und Berggebieten untersagt.
- Keine Zigaretten oder Streichhölzer wegwerfen: Eine achtlos entsorgte Kippe reicht in der trockenen Vegetation für einen Großbrand.
- Kein Feuerwerk und keine pyrotechnischen Gegenstände in gefährdeten Zonen.
- Im Ernstfall sofort 112 anrufen, wenn Rauch oder Flammen gesichtet werden.
Was bedeutet das für Reisende?
- Wanderungen unbedenklich – mit Köpfchen — Die Wege bleiben grundsätzlich offen. Verzichte unterwegs konsequent auf offenes Feuer und Rauchen in der Vegetation. Den aktuellen Zustand der Routen prüfst du vorab im Wanderweg-Tool.
- Grillen nur an erlaubten Plätzen — Manche Freizeitzonen („zonas recreativas“) mit Feuerstellen können in der Hochrisikozeit gesperrt oder eingeschränkt sein. Plane Picknicks ohne offenes Feuer.
- Hitze und Calima im Blick behalten — An besonders heißen oder windigen Tagen steigt das Brandrisiko sprunghaft. Check vor der Tour das Wetter und die Calima-Lage.
- Tagesplanung nach Bedingungen — Welche Aktivität an welchem Tag am sichersten ist, fasst dir Heute am besten zusammen.
- Im Notfall richtig handeln — Bei Rauch oder Feuer nicht selbst eingreifen, sondern Standort merken und 112 wählen.
Die gute Nachricht: Die Vorwarnstufe ist keine Reisewarnung, sondern eine vorsorgliche Maßnahme für die trockene Jahreszeit. La Palma bleibt mit etwas Umsicht ein perfektes Wander- und Naturziel – die Regeln sind schnell verinnerlicht und schützen genau das, weswegen die meisten Gäste kommen.
Quellen
- Cabildo de La Palma — Verstärkung der Brandschutzkampagne (Personal, Technik, Nachteinsätze)
- El Faro de La Palma — Vorwarnstufe ab 1. Juni, INFOCA 2026
- elDiario.es – Canarias Ahora — Vorwarnstufe wegen Waldbrandgefahr
- Mundo La Palma — Feuerwehr warnt vor Entstehungsbränden, totales Brennverbot
- Diario de Avisos — Vorwarnstufe für fünf Inseln
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