Alle Strände von La Palma – vollständiger Überblick 2026

21 Strände & Naturpools

🏖️ Alle Strände auf La Palma

Von Puerto Naos bis zu den Piscinas de La Fajana, Charco Azul, Playa Nogales – die komplette Übersicht gruppiert nach Region.

La Palma hat keine endlosen Sandstrände wie Gran Canaria oder Fuerteventura. Die Insel ist jung, vulkanisch, zerklüftet – und genau das macht ihre Buchten, Playas und Naturschwimmbecken so besonders. Hier findest du die komplette Übersicht aller bedeutenden Bädermoeglichkeiten der Insel – von den familienfreundlichen schwarzen Sandstränden der Westseite bis zu den wilden Naturpools im Norden. Aktueller Stand April 2026, inklusive der Veränderungen durch den Tajogaite-Ausbruch.

Was macht Strände auf La Palma besonders

Die Insel ist geologisch erst 2–3 Millionen Jahre alt. Die meisten Strände bestehen deshalb aus schwarzem Lavasand, gemischt mit Kieseln – keine weichen, kilometerlangen Sandbänke, sondern kompakte Buchten mit Charakter. Das Wasser ist das ganze Jahr über badbar: im Winter 19–20 °C, im Sommer 22–24 °C. Die Westseite liegt windgeschützt, die Ostseite ist rauer, der Norden bietet die spektakulärsten Naturpools.

Wichtige Veränderung: Der Vulkan­ausbruch 2021 hat die Westküste stark verändert. Playa La Bombilla und die ursprüngliche Playa Los Guirres sind unter Lava verschwunden, dafür ist mit dem Lavadelta ein komplett neues Landstück entstanden – zu dem wir später kommen.

🌊 Westküste – Valle de Aridane

Die sonnenverwöhnte Westseite ist die Bade-Hauptregion. Der Passatwind wird von den Höhenzügen abgeblockt, das Wasser ist meistens ruhig, die Sonne bleibt länger am Himmel stehen – perfekte Bedingungen für Strandtage.

1. Playa de Puerto Naos

Der größte und beliebteste Strand La Palmas. 600 Meter schwarzer Lavasand direkt vor dem gleichnamigen Ort, mit palmengesaumter Promenade, Restaurants, Bars und Hotels. Seit Mitte 2024 nach vierjähriger Schließung durch den Vulkan wieder vollständig zugänglich (nur der südliche Streifen Richtung Lavastrom bleibt wegen erhöhter CO2-Werte gesperrt). Blaue Flagge, Rettungsschwimmer in der Hochsaison, Duschen, Toiletten, Liegen zu mieten. Für Familien ideal: ruhiges Wasser, flacher Einstieg, kurze Wege zu Cafes und Eisdielen.

Für wen: Familien, Dauerbadegäste, Leute, die Infrastruktur brauchen. Zugang: gut ausgeschildert von Los Llanos kommend, Parkplätze meistens vorhanden. Details: Puerto Naos 2026 – Aktueller Stand. Live-Bild: Webcam Puerto Naos.

2. Playa de Puerto Tazacorte

Die einzige Ausnahme der schwarzen Sandstrände: goldbrauner Sand (Monta Rent a Car hat 2015 Sand aus &Ostafrika importiert, der sich mit dem Lavasand vermischt hat). Liegt am Hafen von Tazacorte und ist die vielleicht ruhigste Badebucht der Insel, weil die Mole die Wellen des Atlantiks abhält. Blaue Flagge, Duschen, Toiletten, Sonnenschirme. Am Nordende der Bucht beginnt der Spaziergang zum Lavadelta.

Für wen: Familien mit kleinen Kindern, Leute, die Wellen meiden wollen, Sunset-Fans (einer der besten Sonnenuntergangsplätze). Zugang: steile Serpentinenstraße aus Los Llanos hinunter, Parkplatz direkt an der Promenade. Mehr zum Ort · Webcam.

3. Playa Nueva (Lavadelta Tajogaite)

Europas jüngste Playa, entstanden im Sept/Okt 2021 als das Lavafeld des Tajogaite-Ausbruchs den Atlantik erreichte. Über 48 Hektar neues Land, noch wild, ungebaut, ohne Infrastruktur. Der Sand ist hier frisch, grobkörnig, tiefschwarz, fast glitzernd. Baden ist offiziell nicht erlaubt (unterirdische Hitze noch vorhanden, gelegentliche Rutschungen an den frisch geformten Klippen), aber das Phänomen allein ist den Besuch wert.

Für wen: Geologie-Interessierte, Fotografen, Wanderer auf der Küstenroute. Zugang: nur zu Fuß von Tazacorte oder an der Playa Nueva Aussichtsplattform. Mehr zum Vulkan: Vulkan Tajogaite.

4. Playa del Charco Verde

Kleine, halbkreisförmige Bucht zwischen Puerto Naos und Tazacorte. Name vom grünlich schimmernden Wasser (durch Algen im flachen Bereich). Mischung aus feinem schwarzem Sand und größeren Kieseln. Beherbergt einen kleinen Kiosk mit Tapas-Terrasse und ist bei Einheimischen beliebt, weil sie ruhiger ist als Puerto Naos. Am Nordende geht ein Küstenpfad entlang zu einer zweiten kleinen Bucht (La Veta).

Für wen: Familien, Snorkler (Fische im flachen Bereich), Insider. Zugang: Abzweig von der LP-213 zwischen Puerto Naos und Tazacorte, kleiner Parkplatz. Detail-Artikel.

5. Playa La Veta

Fortsetzung der Charco-Verde-Bucht Richtung Norden – erreichbar über einen zehnminütigen Küstenpfad. Kleiner Strand mit gröberen Kieseln, keine Infrastruktur, dafür meist menschenleer. Die Wellen sind hier stärker als in Charco Verde, schwimmen für Geübte. Ideal für Sunbathing mit Ruhe.

Für wen: Ruhesuchende, Naturisten (inoffiziell toleriert), Paare. Zugang: zu Fuß von Charco Verde, etwa 10 Min. entlang der Küste.

6. Playa La Bombilla

Vor dem Ausbruch ein beliebter kleiner Strand mit Kiesel und Lavasand zwischen Puerto Naos und dem südlichen Ortsteil. Seit dem Vulkanausbruch 2021 stark eingeschränkt: Die Zone war bis 2024 Sperrgebiet wegen hoher CO2-Werte aus dem Untergrund. Inzwischen ist der Zugang teilweise wieder möglich, aber Baden offiziell nicht empfohlen, die Ortschaft La Bombilla ist weiterhin größtenteils evakuiert.

Für wen: aktuell nicht empfohlen. Zugang: eingeschränkt, auf aktuelle Hinweise achten.

🌋 Südküste – Fuencaliente

Die Südspitze La Palmas, mit den jüngsten Vulkanen der Insel (Teneguia 1971) und dem markanten Leuchtturm. Die Strände hier sind wild, naturbelassen, deutlich weniger touristisch als der Westen.

7. Playa de la Zamora

Halbkreisförmige Bucht mit tiefschwarzem Sand, rund 150 Meter breit, windgeschützt zwischen hohen Felswänden. Als Familienstrand hat sie sich einen Ruf aufgebaut, weil das Wasser in der Bucht fast immer ruhig ist. Kleine Bar-Cafetería direkt am Strand, ein paar Sonnenschirme, keine große Infrastruktur. Am südlichen Ende ein Kletterpfad zur Playa de la Zamora Pequeña – noch kleiner, noch ruhiger.

Für wen: Familien, Ruhe-Sucher, Paare. Zugang: Abzweig von der LP-2 bei Las Indias, Schotterstraße etwa 2 km. Kleiner Parkplatz oben, Abstieg zu Fuß über Serpentinenpfad (~10 Min).

8. Playa Echentive (Nueva)

Auch bekannt als „Playa Nueva de Fuencaliente“ (nicht zu verwechseln mit der Playa Nueva an der Westküste). Sie entstand beim Ausbruch des Teneguia 1971 und ist der zweitjüngste Strand La Palmas. Schwarzer, grob­körniger Sand, fast glitzernd schwarz, etwa 200 Meter lang. Keine Infrastruktur, dafür grandiose Stimmung mit dem Leuchtturm Faro de Fuencaliente im Rücken und den Salinas in Sichtweite.

Für wen: Naturisten (inoffiziell), Fotografen, Wanderer nach der Ruta de los Volcanes. Zugang: zu Fuß vom Leuchtturm-Parkplatz (~15 Min). Die Strömung kann hier kräftig sein, Vorsicht beim Schwimmen. Mehr: Leuchtturm Fuencaliente.

9. Playa Malpique

Einsamer kleiner Strand unter den Klippen von Fuencaliente – nahe einer historischen Stätte, an der 1570 die spanische Krone 40 französische Hugenotten hinrichten ließ (deshalb das Kreuzmonument oberhalb). Schwarze Kiesel, kein Sand, Infrastruktur null. Dafr die Stille, das Rauschen der Brandung und ein Gefühl von echter Abgeschiedenheit.

Für wen: Einsamkeitssuchende, Geschichtsinteressierte. Zugang: steiler Pfad von oberhalb des Monuments, trittsicher sein.

🌅 Ostküste – Santa Cruz und Umgebung

Der Atlantik trifft die Ostseite rauer als die Westküste – der Passatwind drückt direkt gegen die Steilküsten. Die Bade­möglichkeiten sind deshalb weniger Familienstrand, mehr Charakterbucht mit Wellen.

10. Playa de Los Cancajos

Der zweitwichtigste Touristen­strand nach Puerto Naos. Etwa 500 Meter schwarzer Sand mit Kieseln, in zwei Teilbuchten aufgeteilt durch einen Felsvorsprung. Blaue Flagge, Rettungs­schwimmer, Duschen, Toiletten, Restaurants auf der Promenade. Der Ort Los Cancajos selbst ist eine klassische Urlauberresidenz mit Hotels und Apartments. Die Wellen sind höher als in Puerto Naos, aber die Bucht ist meistens trotzdem badbar.

Für wen: Urlauber mit Hotel vor Ort, Familien mit größeren Kindern. Zugang: nahe Flughafen, gute Anbindung. Mehr: Brea Baja / Los Cancajos.

11. Playa de Santa Cruz (Stadtstrand)

Der Stadtstrand direkt am Hafen der Hauptstadt. Schwarzer Sand, 200 Meter lang, mit Blick auf die kolonialen Balkone und den Hafen. Kein Urlaubs-Strand im klassischen Sinn, sondern eher ein innerstädtisches Bad – perfekt für Kreuzfahrtgäste, die zwei Stunden Zeit haben, oder für eine Pause beim Stadtbummel. Duschen, Toiletten, Bars direkt an der Avenida Maritima.

Für wen: Stadtbesucher, Kreuzfahrtgäste, Kurz-Pause-Schwimmer. Zugang: direkt in Santa Cruz, alle Parkhäuser in Laufweite. Detail: Stadtstrand Santa Cruz.

12. Playa Bajamar

Nördlich von Santa Cruz, zwischen den Ortsteilen Bajamar und Mirca. Klein, schwarze Kiesel, nur wenig Sand. Beliebt bei Einheimischen für den Feierabend-Sprung, nicht bei Touristen. Keine Infrastruktur. Wasser-Qualität gut, Wellengang mäßig.

Für wen: Einheimische, Residenten, wer das nicht-touristische Erlebnis sucht. Zugang: vom Ortskern Bajamar zu Fuß oder direkter Parkplatz am Strand.

13. Playa de Nogales

Die dramatischste Bucht der Ostseite: umschlossen von 200 Meter hohen Steilwänden, schwarzer Sand, 400 Meter lang. Bei Surfern und Bodyboarder sehr beliebt, weil die Wellen hier knallen. Für normales Baden meist zu rau – immer auf die Warnflaggen achten. Keine Infrastruktur, kaum Schatten, aber das Panorama ist spektakulär.

Für wen: Surfer, Fotografen, Wanderer. Zugang: 25 Minuten zu Fuß vom Parkplatz oberhalb, Pfad durch die Klippen. Detail: Playa Nogales Artikel.

💦 Nordküste – Naturpools statt Strände

Der Norden La Palmas ist zu wild für klassische Strände. Stattdessen haben Mensch und Natur eine Alternative entwickelt: Meerwasser-Becken in die Lavafelsen – gefüllt bei jeder Welle, glänzend klar, mit Blick auf den Atlantik. Das sind die vielleicht schönsten Bädermoeglichkeiten der Insel.

14. Charco Azul (San Andrés y Sauces)

Natur-Schwimmbecken im Ort San Andrés, direkt über dem Atlantik. Mehrere verbundene Becken, alle mit frischem Meerwasser, einige flach für Kinder, eines tief genug für echtes Schwimmen. Solariumbereich mit Deckt, Imbiss oberhalb, Duschen. Blaue Flagge. Der Name „Charco Azul“ – blaue Pfütze – kommt vom intensiv türkisblauen Wasser bei Sonne.

Für wen: Familien, Schwimm-Liebhaber, Tagesausflügler im Norden. Zugang: gut ausgeschildert von Los Sauces, großer Parkplatz. Details: Charco Azul Artikel.

15. Piscinas de La Fajana (Barlovento)

Noch spektakulärer als Charco Azul: drei große Meerwasser-Becken in den Lavafelsen von Barlovento, über einen Steg verbunden. Eines flach, eines mitteltief, eines tief genug für Sprung­erfahrungen. Das Rauschen der Brandung gleich nebenan, gelegentlich schwappen Wellen über die Beckenwand – pures La Palma. Bar-Restaurant, Duschen, Toiletten. Die schönste Zeit: spätnachmittag, wenn die Sonne von Westen das Becken durch­leuchtet.

Für wen: alle, die den wilden Norden erleben wollen. Zugang: LP-109 bis Barlovento, dann Abzweig La Fajana, kleiner Parkplatz.

16. Puerto Espíndola

Kleiner Fischerhafen im Nordosten mit einem natürlichen Hafenbecken, das zum Baden genutzt werden kann. Kein klassischer Strand, sondern eine geschützte Einfahrt mit betonierten Stufen, die ins Wasser führen. Praktisch, wenn man in der Gegend ist und kurzer Dip reicht. Direkt daneben die Abfahrt zum Weiler La Fajana mit seinen Becken (oben).

Für wen: Spontan­schwimmer, Fotografen (alte Fischerboote), Ruhe­sucher. Zugang: LP-109 bis San Andrés, steile Serpentine runter.

🏞️ Kleinere Strände & Geheimtipps

17. Playa El Puerto (Fuencaliente)

Winzige Bucht am Hafen von Fuencaliente, im Schatten des Leuchtturms. Schwarze Kiesel, direkt an der Mole. Mehr Fotomotiv als Badeort, aber ein Sprung ins tiefschwarze Wasser bei Ölstill-Meer ist durchaus ökonomischer Weise möglich. Restaurant direkt oberhalb mit grandiosem Sunset-Blick auf den Leuchtturm.

18. Playa de la Veta (Nord)

Nicht zu verwechseln mit La Veta bei Charco Verde im Westen. Kleiner Sandstrand bei Garafía im Nordwesten, schwer zugänglich. Meistens leer. Schwimmen nur bei absoluter Flaute, sonst zu gefährlich.

19. Playa Fiesta (Tazacorte)

Nördlicher Auslaufer von Puerto Tazacorte, durch eine Felszunge getrennt. Meist mit ein paar Einheimischen, kleinere Infrastruktur (Getränke, Duschen). Gut für Leute, denen Tazacorte zu voll ist.

20. Playa Los Roques

Zwischen Santa Cruz und Los Cancajos, unterhalb der LP-2. Wilder Kieselstrand mit Felsformationen im Wasser (die „Roques“). Surfer-Spot, für Baden nur bedingt geeignet, aber für Fotografen ein Traum bei Sonnenuntergang.

21. Playa La Zamora Pequeña

Die kleine Schwester der Playa de la Zamora, erreichbar über einen 15-Min-Pfad über die Felsen. Noch wilder, noch leerer, Kieselsand. Ideal für Paare, die einen Strand für sich wollen. Meist 3-5 andere Badende maximal.

🏆 Meine persönlichen Top 5 für verschiedene Bedürfnisse

  • Für Familien mit kleinen Kindern: Puerto Tazacorte – ruhiges Wasser durch Mole, feiner goldener Sand.
  • Für das beste Panorama: Piscinas de La Fajana – drei Becken im Lavafeld, Brandung zum Greifen nah.
  • Für Ruhe: Playa de la Zamora Pequeña – der kleine 15-Min-Pfad filtert die meisten Besucher raus.
  • Für Surfer: Playa de Nogales – Wellen, Weite, keine Infrastruktur, aber perfekte Break.
  • Für den Stadt-Day-Trip: Stadtstrand Santa Cruz – 20 Min Stadtbummel, 40 Min Schwimmen, 20 Min Cafe.

Praktische Hinweise für La-Palma-Badegänge

  • Wasser: ganzjährig badbar (19-24 °C), im Oktober am wärmsten.
  • UV: auch im Winter hoch durch die Nähe zum Äquator – Sonnencreme überall, auch Lippenbalsam mit LSF.
  • Strömungen: an exponierten Stränden (Nogales, Echentive, Norden) ernst nehmen. Rote Flagge = kein Baden, gelb = vorsichtig, grün = ok.
  • Schwarzer Sand wird heiß: im Sommer ab 11 Uhr brennen die Füße – Badelatschen mitnehmen.
  • Pared Roja (Rote Qualle): gelegentlich Schwärme an der Westküste, lokal Presse oder lifeguard checken.
  • FKK: in Spanien grundsätzlich überall erlaubt, inoffizielle FKK-Strände auf La Palma: La Veta, Echentive, Zamora Pequeña.
  • Hunde: an den Haupt-Badestränden nicht erlaubt (Puerto Naos, Tazacorte, Los Cancajos). An Naturstränden meist toleriert, keine offizielle Regelung.

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Praktisches: Mietwagen (die meisten Strände brauchen ein Auto), Anreise, Unterkunft.