Die Ruta de los Volcanes ist die bekannteste Wanderung La Palmas. Auf 17,5 Kilometern folgt sie dem Kamm der Cumbre Vieja vom Refugio El Pilar bis nach Los Canarios im Süden – vorbei an den Kratern der Ausbrüche von 1646, 1677 und 1949, über schwarze Lapillifelder und durch kanarischen Kiefernwald. An klaren Tagen reicht der Blick bis Teneriffa, La Gomera und El Hierro.
Vor dem Start den Wegestatus prüfen. Der Cabildo sperrt die Route kurzfristig, etwa bei Unwetter oder erhöhter Waldbrandgefahr. Verbindlich ist der Status auf der offiziellen Seite des Wegenetzes: GR 131, Etappe 3 auf senderosdelapalma.es. Einen Überblick über gesperrte Wege gibt auch unsere Seite Wanderwege-Status.
Die Strecke in Zahlen
| Start | Refugio El Pilar (rund 1.450 m), Anfahrt über die LP-301 von El Paso |
| Ziel | Los Canarios (Fuencaliente, rund 725 m) – wer will, geht weiter bis zum Leuchtturm von Fuencaliente (dann insgesamt rund 24 km) |
| Länge | 17,5 km bis Los Canarios, Streckenwanderung (kein Rundweg) |
| Gehzeit | 5½ bis 6 Stunden ohne längere Pausen |
| Höchster Punkt | 1.932 m |
| Höhenunterschied | rund 1.200 m vom höchsten Punkt bis Los Canarios – der lange Abstieg ist der anstrengendste Teil |
| Schwierigkeit | hoch: lang und mit viel Auf und Ab, technisch aber ohne schwierige Stellen |
| Markierung | GR 131, durchgehend beschildert; Mobilfunk nur stellenweise |
Der Weg: von Vulkan zu Vulkan
Vom Rastplatz El Pilar führt der Weg durch Kiefernwald hinauf auf den Kamm. Dort reihen sich die Krater aneinander: Hoyo Negro und Duraznero öffneten sich beim Ausbruch von 1949 – damals entstanden mehrere Schlote, und die Lava eines davon, des Llano del Banco, floss bis ans Meer bei Puerto Naos. Kurz danach erreichst du im Bereich der Deseada mit 1.932 Metern den höchsten Punkt der Route.
Ab hier geht es fast nur noch bergab: vorbei am Volcán de San Martín, der 1646 ausbrach, hinunter nach Los Canarios. Am Ortsrand liegt der Vulkan San Antonio (1677/78). Wer bis zum Leuchtturm weitergeht, passiert auch den Teneguía, dessen Lava 1971 bis ins Meer floss – bis 2021 der jüngste Ausbruch Spaniens.
Und der Tajogaite?
Der Vulkan von 2021 liegt westlich unterhalb des Kamms. Vom Weg aus ist er gut zu sehen, die Route führt aber nicht in das Sperrgebiet um den Krater. Den Tajogaite selbst kann man nur mit einer zugelassenen Führung über einen eigenen Zugang besuchen. Wie er heute aussieht, zeigt unsere Vulkan-Cam rund um die Uhr.
Praktisch: Wasser, Rückweg, beste Zeit
- Wasser: Unterwegs gibt es keine Quelle. Nimm mindestens 2 Liter pro Person mit, dazu Proviant.
- Sonne, Wind, Kälte: Auf dem Kamm gibt es kaum Schatten, der Passat kann kühl und kräftig wehen, und im Winter ist es oben kalt. Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Windjacke gehören in den Rucksack.
- Schuhe: Lose Lapilli und Vulkansand machen den Abstieg rutschig – feste Wanderschuhe sind Pflicht, Stöcke helfen.
- Früh starten: So bleibt Puffer für die lange Strecke, und du gehst nicht in der Mittagshitze über die schwarzen Lapillifelder.
- Rückweg: Am einfachsten mit dem Taxi von Los Canarios zurück zum Refugio (Richtwert rund 50 Euro) oder mit einem zweiten Auto. Eine direkte Busverbindung gibt es nicht.
- Beste Jahreszeit: ganzjährig, außer an den heißesten Sommertagen.
Weiterlesen
- Weitere Wanderungen im Aridane-Tal
- Caldera de Taburiente
- Vulkan Tajogaite
- Faro Fuencaliente (Zielregion)
Live-Tipp: Bevor du zur Ruta de los Volcanes aufbrichst – wirf einen Blick auf den Vulkan Tajogaite in unserer Live-Cam und prüfe, ob die Sicht über die Cumbre Vieja klar ist.
Stand: Oktober 2026. Quellen: Red de Senderos de La Palma (Cabildo), visitlapalma.es.
