Drachenbäume in Las Buracas: Naturschatz im Nordwesten

Drachenbäume (Dracaena draco) sind lebende Zeugen einer vergangenen Pflanzenwelt. Sie wachsen extrem langsam, können mehrere Jahrhunderte alt werden und sind Symbol der Kanaren. Auf La Palma stehen einige der eindrucksvollsten Exemplare – besonders im Naturraum Las Buracas bei Las Tricias.

Was ist ein Drachenbaum?

Dracaena draco ist ein baumartiges Spärriglien­gewächs (kein echter Baum im botanischen Sinn), endemisch auf den Kanaren, Madeira und den Kapverden. Typisch ist die schirmartige Krone aus schmalen, dolchartigen Blättern. Sein Harz, das Drachenblut, war in Antike und Mittelalter ein wertvolles Färbe- und Heilmittel.

Las Buracas: Das Drachenbaum-Heiligtum

Ein kleiner Naturraum bei Las Tricias (Gemeinde Garafía, Nordwesten La Palmas). Auf einer Fläche von wenigen Hektar stehen Dutzende alte Drachenbäume, einige über 500 Jahre alt. Daneben Höhlenwohnungen aus der Prespanischen Zeit – die Buracas selbst. Bis in die 1950er-Jahre lebten einige Familien in diesen Höhlen.

Die Wanderung

Länge und Schwierigkeit

3 km Rundweg, leicht, familientauglich, 1 Stunde Gehzeit. Start am Wanderparkplatz in Las Tricias, Ausschilderung ab Dorfzentrum.

Unterwegs

  • Blick zum Meer über die Steilküste
  • Mehrere erkennbare Höhlenwohnungen, einige mit Mauerwerk
  • Die 500-jährige Haupt-Drachenpalme, zentrales Motiv vieler Fotografen
  • Blumige Hang-Bewüchse im Frühjahr (März–Mai)

Andere Drachenbaum-Spots

  • Dragó Milenario auf Teneriffa (berühmter, aber auch touristischer)
  • Plaza La Glorieta, Los Sauces (mehrere ausgewachsene Exemplare)
  • Barranco de las Angustias – wenige wilde Bäume entlang des Bachbetts

Praktisches

  • Eintritt: gratis
  • Beste Zeit: früher Nachmittag (Licht), nicht bei Regen (Weg rutschig)

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