Kanarische Dattelpalme: Symbol und Rohstoff La Palmas

Die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) ist das Wahrzeichen der Inseln. Mit ihrer charakteristischen Krone und den bis zu 18 Meter hohen Stämmen prägt sie den Anblick vieler Dörfer und ländlicher Szenen. Auf La Palma wird die Palme besonders gepflegt – ihre Blätter werden zu Seilen, Körben und Handwerkskunst verarbeitet.

Die botanischen Fakten

Phoenix canariensis ist die größte Palmenart der Kanaren, eng verwandt mit der Dattelpalme, aber nicht für die Dattelproduktion genutzt – ihre Früchte sind klein und nicht gut essbar. Die Art ist inzwischen weltweit in subtropischen Regionen eingeführt und wird als Zierpalme in Gartenparks und Straßenzügen gepflanzt. Auf den Kanaren ist sie geschützt.

Lebensalter: 200–250 Jahre. Wachstumsrate: 20–40 cm pro Jahr.

Wo siehst du die schönsten Exemplare auf La Palma?

  • La Galga (Ostseite): Kern einer der größten zusammenhängenden Bestände der Kanaren, knapp 200 ausgewachsene Palmen
  • Barlovento: historische Palmenhaine, verbunden mit traditionellem Handwerk
  • Mazo: einzelne, sehr alte Exemplare als Marktplätze
  • Valle de Aridane: mehrere Straßenbegleit­palmen in El Paso und Los Llanos

Die Palmenhonig-Tradition (Miel de Palma)

Auf La Gomera besser bekannt als hier, aber auch auf La Palma: Der Saft der Palme wird nach uralter Tradition abgezapft und zu einem dunklen, karamellartigen Sirup eingedickt. Das Ergebnis ist Miel de Palma, ein regionales Spezialprodukt, das inzwischen in Delikatessläden im Aridane-Tal verkauft wird. Nicht zu verwechseln mit Bienenhonig.

Die Palme als Rohstoff

Die fibrösen Blätter werden zu Seilen, Sieben und Körben verarbeitet – ein Handwerk, das nur noch wenige Familien auf der Insel betreiben. Der Markt in Puntagorda (siehe Tijarafe und Westküste) ist einer der wenigen Orte, wo du solche Produkte direkt kaufen kannst.

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