Mirador del Lomo in Villa de Mazo eröffnet: Neuer Aussichtspunkt an der LP-2 über Montes de Luna

Villa de Mazo hat am 17. August 2026 den runderneuerten Mirador del Lomo eröffnet — einen Aussichtspunkt direkt an der LP-2 oberhalb des Ortsteils Montes de Luna. Für Reisende ist das eine kleine, aber praktische Neuigkeit: Auf der Ostroute zwischen Santa Cruz und Fuencaliente gab es auf diesem Abschnitt bislang kaum einen ordentlichen Halt. Jetzt steht dort eine gestaltete Plattform mit Blick auf den Naturpark Cumbre Vieja und den Cantón de Tigalate. Der Zugang ist frei, ein Parkplatz liegt direkt an der Straße.

Was dort entstanden ist

Es handelt sich nicht um einen Neubau auf der grünen Wiese, sondern um die Sanierung eines bereits vorhandenen, verwahrlosten Platzes. Die Arbeiten dauerten fünf Monate und kosteten 124.000 Euro, finanziert von der Präsidialabteilung der kanarischen Regierung. Entworfen und bauleitend betreut hat das Projekt das technische Büro der Gemeinde Villa de Mazo.

Auffällig ist die gestalterische Anspielung auf den Weinbau: Montes de Luna liegt mitten in einem der ältesten Anbaugebiete der Insel, und das Design des Miradors greift diese Tradition in Details auf. Der Platz funktioniert deshalb nicht nur als Fotostopp, sondern auch als Rastfläche für die Anwohnerinnen und Anwohner — bei der Eröffnung wurde ausdrücklich betont, dass beides gewollt ist.

  • Lage: direkt an der Landstraße LP-2, Höhe Montes de Luna, Gemeinde Villa de Mazo
  • Blickrichtung: Naturpark Cumbre Vieja und Cantón de Tigalate
  • Kosten: 124.000 Euro, vollständig von der kanarischen Regierung getragen
  • Bauzeit: fünf Monate, eröffnet am 17. August 2026
  • Besonderheit: grenzt an einen Wanderweg mit endemischer Flora

Warum der Standort interessant ist

Der Osten von La Palma steht touristisch meist im Schatten des Aridane-Tals und der Caldera. Villa de Mazo kennen viele Reisende ausschließlich wegen der Fronleichnamsteppiche im Juni. Genau dagegen arbeitet die Gemeinde: Bürgermeister Idafe Hernández ordnete die Eröffnung in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen alte Wege, Pfade und Plätze wieder nutzbar gemacht werden sollen — mit dem Ziel, naturnahen Tourismus abseits der bekannten Hotspots zu stärken.

An der Eröffnung nahmen neben dem Bürgermeister die Präsidialbeauftragte der kanarischen Regierung, Nieves Lady Barreto, und die Tourismus-Beauftragte des Cabildo, Raquel Rebollo, teil. Der örtliche Nachbarschaftsverein wertete die Investition als Signal, dass auch kleine Ortsteile berücksichtigt werden.

Was bedeutet das für Reisende?

  • Guter Zwischenstopp auf der Ostroute — Wer die LP-2 von Santa Cruz Richtung Süden nach Fuencaliente und zu den Vulkanen fährt, kann den Mirador ohne Umweg mitnehmen. Die Fahrt dauert insgesamt rund 45 Minuten; der Halt kostet zehn.
  • Kombinierbar mit einer kurzen Wanderung — Direkt angrenzend verläuft ein Wanderweg mit endemischer Pflanzenwelt. Bevor du losgehst, lohnt ein Blick in unseren Wanderweg-Status: Im Spätsommer sind einzelne Abschnitte wegen Waldbrandgefahr gesperrt.
  • Beste Zeit ist der frühe Morgen — Die Ostseite der Insel liegt vormittags im Licht, nachmittags oft im Schatten der Cumbre. Wenn sich das Passatwolkenband bildet, verschwindet die Sicht auf den Kamm schnell. Unser Heute-am-besten-Tool hilft bei der Tagesplanung.
  • Weinbau vor Ort erleben — Montes de Luna und die Nachbargemeinde Fuencaliente bilden zusammen das Kerngebiet des palmerischen Weinbaus. Mehrere Bodegas in der Umgebung bieten Verkostungen an — eine sinnvolle Ergänzung, wenn man ohnehin dort hält.
  • Blick auf die Vulkanlandschaft — Der Naturpark Cumbre Vieja ist derselbe Gebirgszug, in dem 2021 der Tajogaite ausbrach — allerdings auf der Westflanke. Hintergründe und aktuelle seismische Daten findest du unter Vulkan & Erdbeben.

Quellen

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